Brennwerttechnik

In aller Munde ist derzeit im Zusammenhang von Energieeinsparungs- und Dämmungsmaßnahmen auch immer wieder die Brennwerttechnik. Dabei handelt es sich um ein spezielles Prinzip von Heizkesseln im Bereich von Warmwasserheizungen. Wie dies genau funktioniert soll in diesem Artikel dargelegt werden.

Funktionsweise der Brennwerttechnik

Ziel der Brennwerttechnik ist es die bestmögliche Ausnutzung des zugeführten Brennstoffes zu erreichen. Diese Brennstoffe sind Gas, Pellets oder Öl. Im Gegensatz zu konventionellen Heizkesseln wird bei der Brennwerttechnik auch die Kondensationswärme innerhalb des Wasserdampfes in den Abgasen genutzt. Der Verlust von Wärme und somit Energie liegt bei konventionellen Kesseln bei ungefähr 5 bis 11% innerhalb der Abgase.

brennwerttechnik

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Unterschieden werden muss zwischen unabhängigen und abhängigen Rücklauftemperaturen bei der Brennwerttechnik. Bei der unabhängigen Technik wird der Dampf im Abgas in einem Behälter kondensiert und abgekühlt. Bei diesem Vorgang wird die Wärme zurück gehalten und geht somit nicht verloren und dient als Frischlufteinspeisung für den Kessel. Bei der abhängigen Rücklauftemperatur wird nicht die zur Verbrennung notwendige Frischluft erwärmt, sondern die gewonnene Wärme aus den Abgasen direkt dem Heizungskreislauf zugeführt.

Nachteile und Auswirkungen auf das Gebäude bei der Brennwerttechnik

Als nachteilig angesehen werden kann die in nahezu allen Fällen notwendige Umrüstung bestehender Schornsteine für den Einsatz mit der Brennwerttechnik. Durch den Vorgang bei der Verbrennung fallen äußerst aggressive und säurehaltige Abgase an, welche konventionelle und nicht speziell geschützte Schornsteine innerhalb kürzester Zeit zerstören und mit ihnen oft auch noch die angrenzenden Bauteile wie Mauerwerke.

Besonders bei den Pelletheizungen mit Brennwerttechnik liegen die Kosten noch deutlich höher als konventionelle Systeme, mit ihnen aber auch der Wirkungsgrad, welcher bei 100% und bei herkömmlichen Kesseln meist zwischen 91 und 95% liegt. Auch die Anschaffungskosten für die Umrüstung des Schornsteins müssen, abhängig vom Längenbedarf, mit 500 bis 1500 Euro oder mehr einberechnet werden.

Eine exakte Kosten-Nutzen-Rechnung ist auf jeden Fall lohnenswert. Genauso kann aber gesagt werden, dass die Brennwerttechnik das System der angebrochenen Zukunft darstellt.

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